EU Data Act

IoT und der EU Data Act

Was bedeutet das neue EU-Regelungswerk für Produkthersteller, IoT Szenarien und die Digitalisierung?

Was ist der EU Data Act?

Der EU Data Act als Teil der EU-Digitalstrategie ist ein Gesetzeswerk, das die Stellung europäischer Unternehmen in globalen Datenmarkt mittelbar stärken will. Der EU Data Act soll die intensivere und intelligentere Nutzung von Daten vorantreiben – u. a. in den Bereichen Klimaschutz und Mobilität, aber auch im Gesundheitswesen. Er zielt weiter mutmaßlich darauf ab, die Dominanz großer US-amerikanischer Technologieunternehmen einzudämmen, und soll unter anderem den Wechsel von Cloud-Anbietern erleichtern.

Der EU Data Act wurde im Februar 2022 von der EU-Kommission angenommen und hat dann am 27. November 2023 – nach vorausgehender Verabschiedung durch das Europäische Parlament – die formelle Zustimmung durch den Rat der EU erhalten. Damit ist er in Kraft getreten. Jetzt beginnt eine 20-monatige Übergangsfrist bis 2025, bevor die Regelungen wirksam werden. Für Hersteller besteht eine zusätzliche Übergangsfrist von weiteren zwölf Monaten.

Weitere offizielle Informationen finden Sie insbesondere hier.

Das folgt aus dem EU Data Act:

Mit Blick auf IoT Szenarien ergeben sich aus dem EU Data Act zwei grundlegende Konsequenzen:

1) Unternehmen, die IoT-Daten sammeln, müssen sie denjenigen, die diese Daten produzieren, zugänglich machen.

2) Sie müssen das in Form gängiger Standards tun.

Unter Ausklammerung des beträchtlichen Interpretationsspielraums bei Punkt 2 bedeutet das, vereinfacht gesprochen, dass das Anbieten eines IoT-Portals, das Kunden einen Live-Zugang zu Performance- und Gesundheitsdaten seiner Maschine gibt, keinen wirklichen Mehrwert mehr darstellen wird. Der Kunde wird Zugang zu standardisierten Daten haben und sich ohne großen Aufwand selbst ein Dashboard bauen können.

Hersteller werden sich nur dann nachhaltig differenzieren können, wenn sie über die Datenbereitstellung hinaus Mehrwert bietende Services anbieten – und beispielsweise die Verfügbarkeit erhöhen oder sogar auf Basis einer optimierten Wartungsstrategie garantieren (Stichwort: Predictive Maintenance).

Unsere Websession zum EU Data Act am 7. März 2024

In unserer Websession gehen wir auf folgende Punkte ein:

  • Die Motivation der EU für den EU Data Act
  • Den aktuellen Stand der Diskussion bzw. der Umsetzung
  • Welche Herausforderungen ergeben sich für den Maschinenbau bzw. auf Hersteller allgemein? Was bedeutet das für Kunden?
  • Wie können Hersteller auf diese Herausforderungen reagieren bzw. vom EU Data Act profitieren?

Wer sollte an dieser Websession teilnehmen?

Alle, die mit dem Thema IoT zu tun haben, Verantwortliche und Interessierte aus den Branchen Maschinenbau und Fertigung.

Was nehmen Sie aus der Websession mit?

Den aktuellen Stand rund um den EU Data Act, seine Auswirkungen für den Maschinenbau und Hersteller von smarten Produkten bzw. auf IoT-Szenarien allgemein. Und nicht zuletzt Impulse, wie Sie von dem Gesetzeswerk profitieren können.

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Jetzt zur Websession anmelden!

7. März, 15:00 bis 15:45 Uhr